Hunde sollen nicht aus Pfützen trinken – aber warum?

Veröffentlicht am : 26. April 2024
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Bei langen Spaziergängen oder nach dem Toben trinken manche Hunde gern aus Pfützen und Tümpeln, um ihren Durst zu stillen und sich abzukühlen. Herrchen und Frauchen sollten dies jedoch unbeding verhindern, da in abgestandenem Wasser so einige Gefahren lauern.

Nicht nur bei unbekömmlichen Lebensmitteln, auch beim Wasser trinken kann der Hund früher oder später Buachschmerzen, Durchfall oder Erbrechen erleiden. Gerade in Pfützen und stehenden Gewässern tummeln sich Bakterien und Verunreinigungen, die schädlich für den Vierbeiner sein können.

Das Problem besteht darin, daß Hunde diese Gefahren nicht ahnen können, Sie schlabbern daher unterwegs gerne mal schnell aus der Pfütze. Das Pfützenwasser riecht anders als unser Leitungswasser, weil kein Chlor enthalten ist. Dies macht es direkt noch einmal interessanter für die Hunde.

In Städten besteht bei parkenden Autos beispielsweise immer die Möglichkeit, dass sich etwas Motoröl in eine Pfütze auf der Straße mischt. An Feldwegen können angespülte Düngemittel die Gesundheit gefährden – übrigens nicht nur an Wasserstellen. Aber auch Pestizide und Insektizide können an Feldrändern und in den Pfützen der Umgebung vorhanden sein.

Zudem können über die Ausscheidungen anderer Tiere Parasiten und Wurmeier beim Trinken aus Pfützen aufgenommen werden. Dazu zählen auch Bakterien aus dem Urin von Mäusen und Ratten. Diese können die potenziell lebensbedrohliche Infektionskrankheit Leptospirose auslösen. Die Erreger fühlen sich besonders in feuchten, leicht erwärmten Wasserstellen wohl. Eine jährliche Impfung gegen Leptospirose ist daher empfehlenswert, da der Impfstoff nu rein Jahr lang wirkt.

Trinkt ein Hund aus einer mit diesen Erregern belasteten Wasserstelle und infiziert sich, sind Fieber, Appetitlosigkeit, Durchfall und Erbrechen sowie Kreislaufprobleme und Nasenbluten typische Anzeichen einer Infektion. Die Schleimhäute verfärben sich außerdem gelblich. Unbehandelt kann sich der Krankheitsverlauf über längere Zeit hinziehen. Der Hund wird schwächer und im ungünstigsten Fall kann es auch zum Tod des Tieres führen. Haben Sie den Verdacht, daß ihr Hund aus einer Pfütze getrunken hat und zeigt er Krankheitsanzeigen, sollte man sicherhalber frühzeitig zum Tierarzt gehen. Eine Impfung sorgt für einen weitaus milderen Verlauf.

Was Hundehalter und Hundehalterinnen unbedingt wissen sollten: die Leptospirose zählt zu den Zoonosen, sie ist also vom Tier auf den Menschen übertragbar. Unbehandelt kann eine Infektion beim Menschen zu Hirnhautentzündung und Organschäden führen.

Um sich selbst und ihren Vierbeiner zu schützen, sollten Herrchen und Frauchen daher stets selbst mitgebrachtes Wasser anbieten. Spezielle Hunde-Trinkflaschen mit integrierter Trinkschale sind hier die beste Wahl. Ob dadurch allerdings Pfützen und Tümpel für die Hunde nicht mehr so verführerisch wirken, ist ungewiß, den der Hund versteht den Unterschied nicht. Hat man kein Wasser dabei, sind fließende Gewässer eine Trinkalternative mit geringerem Risiko. Dort sind Schadstoff-Konzentrationen meist niedriger.

Alles in allem sollte der Mensch darauf achten, daß sein Hund Pfützen und Tümpel meidet.

R.B.

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